Klima und Boden beeinflussen das Wachstum von
Pflanzen. Auf den oft sehr dünnen Substraten der
Dachflächen schaffen es nur noch "Extremisten".In der Entwicklung durch die Jahrtausende mußten sich Pflanzen an veränderte Bedingungen anpassen. Sollten trockene Standorte dauerhaft besiedelt werden so mußten Strategien her, die das Überleben sicherten. Der Wasserhaushalt mußte optimiert werden. So verringerten z. B. einige Gräser ihren Blattquerschnitt. Sie setzten damit die Verdunstungsrate stark herab. Andere Arten bildeten eine lederartige Blattoberfläche und erreichten damit denselben Effekt. Wieder andere schützten sich vor dem Wind durch eine Behaarung. Um extremste Bedingungen des Standortes, wie Strahlung, Wassermangel, Temperatur und Wind auszugleichen halten Dickblattpflanzen - Sukkulenten - das Wasser in den Blättern. Wiederum andere Überlebensstrategien zeigen Zwiebel- und Knollengewächse. Hier werden Nährstoffe und Wasser unterirdisch gespeichert.
Alle anderen Arten, die diese Möglichkeiten nicht haben, vertrocknen auf den extremen Standorten. Pflanzen benötigen - wie wir - Wasser und Nährstoffe. Organische Mengen im Substrat sichern die Startsituation der Pflanzen mit Nährstoffen. Fehlen diese, z.B. bei Mineral-Substraten, so müssen hier Nährstoffe nachgeführt werden. Nur geringste Mengen sind erforderlich. Bei feuchtem Wetter im April oder im Juli aufgebracht stehen sie schnell den Pflanzen zur Verfügung. Langzeitdünger ist kunststoffumhüllt und gibt seine Nährstoffe temperatur- und feuchtegesteuert langsam ab.
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