Eine dezentrale Abwasser-Reinigung auf dem Lande ist
billiger, weniger störanfällig und ökologischer, kurz, die
bessere Lösung des Abwasserproblems. Ländliche Kläranlagen
sollen ländlichen Strukturen angepaßt werden.
Verkleinerte Großtechnik ist für das Land ein Fehler.
Eine komplizierte Technik ist immer anfällig oder muß
mit hohem Personalaufwand gewartet werden. Und sie
verbraucht entsprechende Energiemengen.
Bei allen Kläranlagen laufen in etwa die gleichen Umsetzungs- und Abbauprozesse ab. Bei naturnahen Anlagen werden große Flächen benötigt, die jedoch auf dem Lande zur Verfügung stehen. Um in Großkläranlagen ähnliche Leistungen zu erreichen, müssen große Mengen Energie und z.T. auch Chemikalien eingesetzt werden. In solchen Anlagen arbeiten die Mikroorganismen fast immer an ihrer Leistungsgrenze. Belastungsstöße, z.B. durch toxische Abwasseranteile werden nicht verkraftet. Naturnahe Anlagen puffern auf Grund ihrer Größe diese Belastungen ab. Abwasser-Teichanlagen mit Algensperren aus Sumpfbeeten haben ein günstiges Preis- Leistungs-Verhältnis. Regenwasser kann mitbehandelt werden. Teichanlagen und Sumpfbeete haben eine hohe Verdunstungsleistung. Naturnahe Kläranlagen sind im Sinne von Umweltverträglichkeitsprüfungen Ausgleichsmaßnahmen in sich. Bewohner und Benutzer gehen sensibler mit der Materie Abwasser um, wenn die Kläranlage vor der eigenen Haustür liegt.
Die Drei-Kammer-Anlage übernimmt die Funktion der
mechanischen Vorreinigung. Von dort aus gelangt das
entschlammte Wasser durch eine Rohrleitung zum
Sumpfbeet. Der Einlauf liegt an der oberen Schmalseite
des Sumpfgrabens, damit das Beet in Längsrichtung optimal
durchflossen werden kann.
Die Sumpfbeet-Klärstufe reinigt das Abwasser biologisch
durch die Mikroorganismen und Sumpfpflanzen.
Nitrate und Phosphate werden abgebaut bzw.
gebunden. In einer Bodendränage wird das Wasser
gesammelt und in den PLASTOPLAN-Stau- und
Kontrollschacht abgeführt.
Dies wird ohne großen Energieaufwand erreicht.
Die Sumpfpflanzen haben dabei die Aufgabe, den
Boden hydraulisch aufzuschließen und für das
Wasser leitfähig zu gestalten.
Durch die Passage im Sumpfbeet wird eine Reduzierung
der Keime erreicht, wie sie in herkömmlichen
Anlagen kaum möglich ist.
Eine Beschickung in Intervallen unterstützt die Reinigungsvorgänge. Nach dem abfließenden Wasser gelangt vermehrt Sauerstoff in den Boden. Nach Aushub und Planum des Grabens wird eine Lage PLASTOPLAN-Teichboden, mindestens 1 mm stark, eingelegt. Sie können für kleinere Anlagen auf eine von uns angefertigte Folie zurückgreifen. Für den Auslauf schneiden Sie ein 30% kleineres Loch (kleiner als Rohr-Nennweite) in die Dichtung, erwärmen den Dichtungsrand und drücken das Rohr hindurch. Mit einer Schlauchschelle - bei PVC-Rohr können Sie Quellschweißmittel verwenden - fixieren Sie die Dichtung. Im Einlauf- und Auslaufbereich kann eine Grobkiesschüttung verwendet werden; jetzt wird Sand eingefüllt. Kalkund Eisenanteile im Sand binden Nährstoffe. Als Sumpfpflanzen sollte nur balliertes, durchwurzeltes Material verwendet werden, da sonst Ausfälle die Regel sind. Pflanzen können im Frühjahr und Sommer geschnitten werden. Bei Pflanzung oder längerer Abwesenheit im Sommer kann das Beet vorübergehend gestaut werden, damit die Pflanzen nicht vertrocknen.
Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder benötigen Sie eine individuelle Beratung? Wir sind gern für Sie da!